Tipps und Anregungen zur überbetrieblichen Unterweisung

alle Berufe



  1. Vermittlungsformen
  2. Methodenmix - didaktische Methoden in der überbetrieblichen Unterweisung (PDF-Dokument, 550 kB)
  3. Didaktische Methoden in der überbetrieblichen Unterweisung (PDF-Dokument, 70 kB)
  4. Dokumentation
  5. Integrative Bestandteile - Handlungsorientierung - Kundenauftrag

  6. Berufsspezifische Tipps und Anregungen


Vermittlungsformen

Ziel der Lehrgänge ist die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz. Hierzu sind die Empfehlungen des ZDH (Weiterbildung nach Maß - das Konzept des Handwerks) und des BIBB-Hauptausschusses (Empfehlungen des BIBB-Hauptausschusses zur Ausbildung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten) zu berücksichtigen.

Dieses bedeutet unter anderem:
- eine gestaltungsoffene und flexible Durchführung vor Ort, die regionale und betriebliche Besonderheiten berücksichtigt
- nach betrieblichem, branchen- bzw. regionalspezifischem Bedarf inhaltlich, methodisch und zeitlich flexibilisierbar und adressatengerecht aufbereitete Inhalte
- die Zusammenstellung eines geeigneten Methodenmixes, der sich an den Lernvoraussetzungen der Teilnehmer orientiert
- eine Orientierung an den Geschäfts- und Arbeitsprozessen der Betriebe
- die Vermittlung von Fach-, Human- und Sozialkompetenz nach dem Prinzip der handlungsorientierten Unterweisung


Dokumentation

Die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten der Lehrpläne basieren auf den Vorgaben und den integrativen Bestandteilen des zugehörigen Ausbildungsrahmenplanes. Die Vermittlung ist sowohl durch Teilnahmezertifikate als auch in den Berichtsheften der Auszubildenden zu bescheinigen und damit als Teil der betrieblichen Ausbildung zu dokumentieren.


Integrative Bestandteile - Handlungsorientierung - Kundenauftrag

Aufgabe und Ziel der übertrieblichen Berufsausbildung

Die übertriebliche Ausbildung hat die Aufgabe, die mit der Berufsausbildung verfolgte Zielvorstellung der Förderung beruflicher Handlungskompetenz von Auszubildenden mit speziell dafür entwickelten Ausbildungsmaßnahmen zu unterstützen. In diesem Sinne wird bereits seit vielen Jahren die in der Pädagogik altbekannte Form "Lernen durch Handeln" als eine der wirkungsvollsten Arten des Lernens in der Praxis der beruflichen Bildung verwirklicht. Die Planung des Unterrichts als realitätsnahes "Projekt" ist zumindest in den überwiegend praktisch ausgerichteten überbetrieblichen Kursen des Handwerks heute gängige Praxis.
Für die handwerklichen Lehrlinge ist es der Alltag, jeden Morgen erneut auf der Baustelle oder in der Werkstatt die unterschiedlichsten Kundenwünsche flexibel und "beruflich kompetent" zu erfüllen. Hier bietet es sich an, auch die zu vermittelnden Inhalte als "Projekt" zu gestalten, das sich am betrieblichen Prozess zur Abarbeitung eines Kundenauftrages orientiert.

Der von den Fachverbänden zusammen mit dem HPI festzulegende Soffplan in einem bundesweit anerkannten Unterweisungsplan gibt die jeweils zu vermittelnden Inhalte wieder. Dabei wird bewusst darauf geachtet, dass die Vorgaben so formuliert werden, dass eine gestaltungsoffene und flexible, die regionalen und betrieblichen Besonderheiten berücksichtigende überbetriebliche Ausbildung vor Ort möglich ist.
Die vorgegebenen Inhalte stehen im Zusammenhang mit der Vermittlung der in jedem Lehrplan festgelegten integrativen Bestandteile. Hierdurch wird das Prinzip der vollständigen Handlung (Planen, Durchführen, Auswerten, Kontrollieren) umgesetzt.

Beispielhaft sind hier die nachstehenden integrativen Bestandteile aus den Lehrgängen z.B. für Maler oder die Metallberufe aufgeführt:

Im Zusammenhang mit der Durchführung des Lehrgangs zusätzlich zu vermittelnde Kenntnisse und Fertigkeiten:
- Maßnahmen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes und der rationellen Energieverwendung beachten und anwenden
- Arbeitsschritte unter Berücksichtigung funktionaler und fertigungstechnischer Gesichtspunkte festlegen
- Werkzeuge, Geräte sowie Hilfsmittel nach Verwendungszweck auswählen und bereitstellen
- Arbeitsplatz unter Berücksichtigung des Auftrages vorbereiten, Maßnahmen zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden im Umfeld des Arbeitsplatzes treffen
- Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten
- ...


Berufsspezifische Tipps und Anregungen

Für einige Unterweisungspläne stehen berufsspezische Anregungen zur Verfügung. Diese sind als Link über die Seiten der zugehörigen Berufe zu erreichen.
Das HPI bittet alle AusbilderInnen, über eigene Vorschläge, diesen Service zu unterstützen.


Eine Information des:
Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik
an der Universität Hannover
Wilhelm Busch Str. 18
D 30167 Hannover
Tel: +49 511 70155-0 / Fax: -32
http://www.hpi-hannover.de/

Weitere Informationen:
   HPI_Mail




We/27.05.2004