Innovation Brennstoffzelle - Zukunftstechnologie für das Handwerk



Projektgegenstand - Anforderungen an das Handwerk

Das Ende 2001 gestartete und vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderte Projekt zur "Innovation Brennstoffzelle" im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) der Bundesregierung ist mit der Vorlage des Abschlussberichtes zum Juni 2005 abgeschlossen worden. Die Handwerksnähe des H P I war ausschlaggebend, gemeinsam mit den zwei großen Kompetenzzentren, dem Zentrum für Solarenergie und Wasserstofftechnik (ZSW), Ulm (Professor Dr. Garche), und dem Forschungszentrum (FZ), Jülich (Professor Dr. Stolten), im Bereich Aus- und Weiterbildung/Öffentlichkeitsarbeit tätig werden zu können. Dieser Sektor war Bestandteil der Initiative BERTA des Bundesministeriums für Wirtschaft (Brennstoffzellen-Entwicklung und Erprobung für stationäre und mobile Anwendungen).

Brennstoffzellen werden bei der stationären häuslichen Versorgung mit Wärme und Strom sowie als Antriebsaggregate für Fahrzeuge und als Ersatz für Batterien zukünftig Verwendung finden. Dieser Paradigmenwechsel in angestammten Arbeitsbereichen des Handwerks wird voraussichtlich vorhandene Berufsbilder modifizieren und die Ausbildung neu gestalten.

Aufgrund der langen Vorlaufzeiten für die Veränderungen in der Handwerkswirtschaft musste eine frühzeitige Analyse bereits jetzt erfolgen. Dazu dienten u.a. die Auswertung der statistischen Datenbasis und Expertenbefragungen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung wurden darüber hinaus Demonstrationsprojekte in Feldversuchen durchleuchtet, da insbesondere die Erfahrungen aus der Umsetzung "vor Ort" praxisnahe Ergebnisse ermöglichen.

Zudem ist eine Überprüfung der bestehenden Tätigkeitsbereiche der Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker, Kfz-Techniker und Schornsteinfeger hinsichtlich möglicher Veränderungen vorgenommen worden. Die Notwendigkeit einer stärkeren interdisziplinären Zusammenarbeit ist unumstritten. In diesem Zusammenhang ist die Definition von neuen Schnittstellen zwischen Handwerkern, Herstellern, Betreibern und Versorgungsunternehmen erforderlich. Auch die Auswirkungen der Brennstoffzellentechnologie auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz sind voraussichtlich von Bedeutung - wie die Untersuchung ergeben hat. Das Projekt war bis Ende 2004 verlängert worden, da die Verzögerung bei der Umsetzung der Geräte vom Laborbetrieb in den praxisnahen Feldversuch dies erforderlich macht.

Die Projektpartner Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST), Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), sowie das H P I als federführendes Institut nahmen sich während der Projektlaufzeit unter Beteiligung der betroffenen Handwerksverbände von Energieversorgungs-unternehmen und der Hersteller von Brennstoffzellenanlagen der Thematik an und bezogen alle bereits bestehenden bzw. geplanten Handwerksaktivitäten in die Betrachtung ein.



Projektdaten
Projektträger Forschungszentrum Jülich GmbH . PTJ
Projekttitel Anforderungen an das Handwerk durch Innovation Brennstoffzelle
Projektpartner L-B-Systemtechnik GmbH, Ottobrunn
Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe
Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Universität Hannover (Projektleitung)
Laufzeit 08/2001 - 12/2004
Projektleiter Dipl.-Ing. Wolfgang Koschorke +49(0)511 70155-24
koschorke@hpi-hannover.de
Programm BMWA Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP)



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