Innovation Brennstoffzelle - Zukunftstechnologie für das Handwerk
Empfehlung an das Handwerk
Die Vorbereitung auf die Brennstoffzellentechnik kann jetzt schon ("heute") über die verfügbare KWK-Technik erfolgen. Das umfasst den administrativen Aufwand (z. B. Anmeldung des KWK-Gerätes beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA, www.bafa.de), die Wirtschaftlichkeits-berechnungen (Strom- und Wärme-bedarfsanalyse, Auslegung, Pufferspeicher, KWK-Einspeisevergütung etc.), die Einbindung in das bestehende Heizungssystem (technische Anschlüsse, hydraulischer Abgleich etc.), die Zusammenarbeit zwischen SHK- und Elektro-Handwerk sowie die Zusammenarbeit mit den Energieversorgungs-unternehmen.
Da die "Faszination Brennstoffzelle" nicht nur den Handwerker, sondern auch, und in besonderem Maße, den Kunden betrifft, sollte auf eine fachlich fundierte Kundenberatung großen Wert gelegt werden. Der Handwerker muss dazu über Grundlagenwissen zur Brennstoffzelle verfügen (Funktionsweise, Brennstoffzellentypen, Anwendungsbereiche) und den Stand der Technik sowie die Markteinführungs-zeiträume kennen.
Struktureller Wandel im Handwerk
Die durch strukturellen (Liberalisierung) und technologischen (dezentrale KWK) Wandel mittel- bis langfristig zu erwartenden Veränderungen für das Handwerk können sich in vielfältiger Weise nachhaltig auf die Handwerksberufe Installateur und Heizungsbauer sowie Elektrotechniker auswirken. Die Optionen reichen dabei von ihrer zunehmenden Abhängigkeit von Anlagenherstellern und/oder Energieversorg-ungsunternehmen (Einschränkung des Tätigkeitsspektrums) bis hin zur Eröffnung neuer Geschäftsfelder z.B. durch im Handwerksverbund angebotene Energiedienstleistungen im Bereich der Hausenergie-versorgung bzw. im Kleingewerbe (Erweiterung des Tätigkeitsspektrums), abhängig vom Engagement des Handwerks auf den verschiedenen Arbeits-Ebenen.
Änderungen bei den Berufsordnungsmitteln
Bei der Analyse der bestehenden Berufsbilder, Ausbildungsordnungen und Meisterprüfungsordnungen zeigt sich, dass die entsprechenden Änderungen nicht explizit vollzogen wurden. Wohl aber sind bei den Novellierungen der letzten Jahre die Formulierungen so wenig präzise und offen gewählt worden, dass eine thematische Einbeziehung der Kraft-Wärme-Kopplungs-/ Brennstoffzellen-Technik bei Bedarf möglich ist.
Das Handwerk rechtzeitig auf die Brennstoffzellen-Technologie vorbereiten
Es ist davon auszugehen, dass die (Mikro-)BHKW-Technik wie auch die Technologie Brennstoffzelle erst dann in die Ausbildung wie auch in die Meistervorbereitung formal integriert werden, wenn die Mehrzahl der Betriebe der entsprechenden Handwerke diese Technologie beherrschen. Die Berufsbildungsstätten mit den Fachbereichen SHK und Elektrotechnik sollten der Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung in ihren Ausstattungen Rechnung tragen.
|