Innovation Brennstoffzelle - Zukunftstechnologie für das Handwerk



Forderungen an die Politik

Die Betroffenheit des Handwerks mit seinen ca. 5 Mio. Beschäftigten und 887.000 Unternehmen ist bei der Technologie Brennstoffzelle gegeben. Bei den notwendigen Maßnahmen für das Handwerk, die möglichen Risiken abzumildern und die Chancen zu nutzen, sollte die Politik Unterstützung leisten.

Die Politik kann dabei

  1. dem Handwerk helfen, ein Bewusstsein zu schaffen für allgemeine Veränderungen und die Auswirkungen auf das betroffene Gewerk,
  2. das Handwerk durch Programme zu aktiven Maßnahmen fördern und den interessierten Handwerksbetrieben zu helfen, sich auf die Auswirkungen einzustellen,
  3. rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Arbeit des Handwerks zu fördern und wirtschaftlich attraktiv zu machen (EEG, KWK-Gesetz).

Das Projektes initiierte das "Forum Brennstoffzelle im Handwerk" als Netzwerkaktivität unter Beteiligung der Projektpartner HPI, FhG-ISI und LBST. Dieses einzigartige handwerksinterne Gremium dient dazu, den betroffenen Handwerksberufen Handlungsspielräume aufzuzeigen und ein offenes Forum für die Erarbeitung einer gemeinsamen aktiven Handwerksstrategie einzurichten. Als Plattform dafür soll die "Koordinierungsstelle Brennstoffzelle im Handwerk" als feste Institution beim Heinz-Piest-Institut dienen.

Es sollten Projekte gefördert werden, die das Handwerk zu einem aktiveren Umgang mit KWK-Anlagen ermutigen. Darüber hinaus ist eine Unterstützung der Weiterbildungsaktivitäten in den Zentren Ulm, Jülich, Aalen und Osnabrück und langfristig Bildung eines flächendeckenden Netzes an Weiterbildungsaktivitäten erforderlich.

Die politische Unterstützung ist sowohl in Hinblick auf den Erhalt der Arbeitsplätze im Handwerk als auch für eine reibungslose Markteinführung der Brennstoffzellentechnologie nötig. So könnten im Jahr 2015 unter ungünstigen Umständen ca. 1 % der Arbeitsplätze verloren gehen, unter günstigen Rahmenbedingungen aber im gleichen Umfang dazu gewonnen werden. Dazu bedarf es aber der Bereitstellung von aufgeschlossenem, gut qualifiziertem Personal. Noch bedeutender sind die indirekten Beschäftigungseffekte, wenn es Deutschland gelingt, "Lead Market" für Brennstoffzellen zu werden und in großem Umfang Brennstoffzellen-Heizanlagen zu exportieren. Aufgrund der vielfachen aktiven Forschungstätigkeiten und dem Engagement der Industrie verfügt Deutschland über eine europaweit gute Ausgangsposition. Dieser Ansatz sollte von der Politik genutzt und gefördert werden.


zuletzt besuchte Seite vorherige Seite nächste Seite
© HPI-Hannover 2006