Innovation Brennstoffzelle - Zukunftstechnologie für das Handwerk



Arbeitsmarktpolitisches Potenzial in Niedersachsen

Die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der für die Umsetzung dezentraler Energieversorgung in Frage kommenden Handwerke in Niedersachsen unterstreichen folgende Zahlen (Stand Ende 2003):

Zahl der Betriebe 56.349
davon Anlagenmechaniker für Sanitär-Heizung-Klimatechnik 4.071
Elektrotechniker 4.813
(ca. 30%)
Kfz-Techniker 5.416
Schornsteinfeger 875

Zahl der Beschäftigten 416.000
davon Fachkräfte (mind. mit Gesellenabschluss), Anteil 2/3
Beschäftigtenanteil des Handwerks in Niedersachsen 17%
Auszubildende 51.131

Der hohe Anteil von Fachkräften im Handwerk lässt Rückschlüsse auf die große Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung zu, die nicht zuletzt durch das flächendeckende bundesweite Netz an beruflichen Bildungs- und Technologiezentren ermöglicht wird.

Ein Blick auf die Auszubildendenzahlen in den betroffenen Handwerken in Niedersachsen zeigt, dass der Anteil der weiblichen Lehrlinge lediglich einen Prozentsatz von 1,6 % ausmacht. Dieser Prozentsatz wäre auch zur Abschätzung des Fort- und Weiterbildungsanteils anzusetzen, weil die Auszubildendenzahlen die Ausgangszahlen für die künftigen Beschäftigten darstellen.

Gewerke Auszubildende
(gesamt)  
Auszubildende
(weiblich)  
Anlagenmechaniker für Sanitär-Heizung-Klimatechnik 4.539     26      
Elektrotechniker 4.637     51      
Kfz-Techniker 7.642     175      
Schornsteinfeger 182     27      

Damit wird deutlich, dass gegenwärtig die Akzeptanz der aufgeführten Berufe bei den Frauen sehr gering ist. Deshalb sind in Anbetracht der geringen weiblichen Beschäftigtenzahlen spezielle Frauenfachkurse wirtschaftlich nicht vertretbar. Um mehr weibliche Beschäftigte zu gewinnen, müssten durch eine andere Informationspolitik und zielgerichtete Werbemaßnahmen Frauen besonders angesprochen werden.


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