Modellversuche mit Pilotcharakter BMWA-Logo


Bildunsconsulting im Handwerk

Handwerkskammer Trier

Laufzeit: 01.05.01 bis 31.05.02.

 

Kurzbeschreibung

Im Rahmen von Innovationsprozessen werden Mitarbeiterqualifikationen mehr und mehr zu Schlüsselfaktoren des betrieblichen Erfolgs. Es hat sich die Erkenntnis etabliert, dass der Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nicht allein von wirtschaftlich-technischen Entscheidungen der Betriebsleitung abhängt, sondern in zunehmendem Maße auch von den Kompetenzen und Leistungspotentialen der Mitarbeiter bestimmt wird. In den letzten Jahren gab es jedoch zusätzliche Entwicklungen, die die Bedeutung der Qualifizierung aller MitarbeiterInnen hervorgehoben haben und somit für die Personal- und Organisationsentwicklung eines Unternehmens bedeutsam geworden sind. Große Unternehmen begreifen die betriebliche Weiterbildung zunehmend als zentrales Instrument der Organisationsentwicklung. In Personalentwicklungsabteilungen werden entsprechende Qualifizierungsmodelle zur Anpassung der MitarbeiterInnenkompetenzen an sich verändernde Rahmenbedingungen entwickelt und durchgeführt.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind von der Entwicklung der Märkte ebenso betroffen. Auch sie müssen Kompetenzen und Verantwortung auf die unteren Ebenen der Organisation verlagern und die Selbstorganisation in der Arbeitsausführung fördern. Dies bedeutet weitereichende Qualifizierungsnotwendigkeiten auf allen Mitarbeiterebenen, besonders aber auf der Ebene der FacharbeiterInnen und Hilfskräfte. Nicht mehr allein die Investition in neue Produktions- und Verwaltungstechniken ist entscheidend für den Unternehmenserfolg, sondern vor allem die intelligente Anwendung der Techniken durch eine hochmotivierte und qualifizierte MitarbeiterInnenschaft. Neben den weiterhin notwendigen fachlichen Kenntnissen sind Kenntnisse aus benachbarten Fachdisziplinen, Kenntnisse des Betriebsablaufs, das Denken in Zusammenhängen und intensive Formen der Kommunikation und Kooperation, also das weite Feld der „nichtfachlichen", der fachübergreifenden Kompetenzen oder „Schlüsselqualifikationen" wichtig. Insbesondere hier, in der nichtfachlichen Qualität der Arbeit liegt der Schwerpunkt dieses vorliegenden Projektes.

Am Beispiel von drei ausgewählten Betrieben soll in modellhaft gezeigt werden, wie durch eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen KMU und einem Bildungsträger realisierbare Qualifizierungsformen entwickelt werden können. Der externe Träger übernimmt partiell die Funktion interner Personalentwicklungs- und Weiterbildungsabteilungen. Dadurch wird das Aktivitätenspektrum des Bildungsträgers wesentlich erweitert. Nicht mehr das klassische Seminarangebot und die Seminardurchführung stehen im Vordergrund, sondern eine integrierte Dienstleistung und Projektorientierung. Dies beginnt mit einer gemeinsam mit dem Unternehmen durchgeführten Bildungsbedarfsanalyse. Auf deren Grundlage werden Weiterbildungsprogramme erstellt und durchgeführt. Hierbei sind vor allem die engen finanziellen und organisatorischen Spielräume von KMU zu berücksichtigen. Im Resultat führt die Einbindung externer Bildungsträger zu einer ständigen Evaluation laufender Maßnahmen. Deren Ergebnisse können wiederum zum Ausgangspunkt neuer Konzeptionen werden.

Projektbeteiligte:


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