E-Mobilität als Geschäftsmodell

12.04.2018

Wie lässt sich Elektromobilität zum Geschäftsfeld im Kraftfahrzeug-Handwerk entwickeln? Dazu erhielten am 11.04.2018 rund 50 Vertreter von Autohäusern aktuelle Informationen zu den Entwicklungen bei Automobilherstellern, Energieversorgern und im Bereich der Mitarbeiterqualifikation im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der Innung des Kraftfahrzeugtechnikerhandwerks Niedersachsen-Mitte, des ADAC Niedersachsen-Sachsen-Anhalt und des HPI.

Dass sich die Elektromobilität durchsetzen wird und Elektrofahrzeuge zukünftig zum Straßenbild in Deutschland gehören werden, davon ist Fritz Henze, Obermeister der Innung des Kfz-Technikerhandwerks Niedersachsen-Mitte, fest überzeugt. Daher sei es für den Kfz-Handel und die Kfz-Werkstätten unabdingbar, die Elektromobilität als Geschäftsfeld zu besetzen.

Für die vom HPI gemeinsam mit der Innung des Kraftfahrzeugtechnikerhandwerks Niedersachsen-Mitte und des ADAC Niedersachsen-Sachsen-Anhalt organisierte Veranstaltung konnte der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies als Schirmherr gewonnen werden.

Die von Manfred Wiemer (HPI) moderierte Veranstaltung wurde durch Wolfgang Bolsums (Vorstandsmitglied für Technik und Verbraucherschutz des ADAC Niedersachsen-Sachsen-Anhalt) eröffnet. Im Anschluss überbrachte Umwelt-Staatssekretär Frank Doods die Grußworte seines Ministeriums. Nachdem auch Fritz Henze in seiner Funktion als Obermeister und Mitorganisator die Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüßt hatte, folgte ein straffes Programm mit interessanten Vorträgen zum Thema Elektromobilität:

  • Informationen zur Elektromobilität
    (Markus Sippl; ADAC Technik Zentrum Landsberg)
  • E-Mobilität aus Sicht eines Herstellers
    (Jens Marxen; BMW Niederlassung Hannover)
  • Laden von Elektrofahrzeugen in der Praxis
    (Harald Halfpaap; Enercity AG)
  • Schulungsangebote E-Mobilität
    (Katja Jandrey; Handwerkskammer Hannover)
  • Förderprogramme E-Mobilität
    (Dr. Frank Peter Ahlers; Handwerkskammer Hannover)
  • Liegt die Zukunft in der E-Mobilität?
    (Prof. Sven Strube; Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)
  • Vorstellung des ADAC Fahrsicherheitszentrums
    (Carsten Völkening; Teamleiter Fahrsicherheitstraining ADAC)

Während der gesamten Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Begleitausstellung an den einzelnen Ständen des Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover, der Berufsbildenden Schulen Burgdorf, der enercity AG und der Elektro-Innung Hannover sowie der Klimaschutzagentur Region Hannover über verschiedenste Aspekte rund um die Elektromobilität informieren.

v. l. Umweltstaatssekretär Frank Doods, Wolfgang Bolsums, Fritz Henze, Markus Sippl

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die von verschiedenen Autohäusern aus der Region Hannover zur Verfügung gestellten Elektromobile auf der Trainingsstrecke des ADAC-Fahrsicherheitszentrums getestet werden.

Das HPI hofft, dass die erfolgreiche Veranstaltung der Auftakt für eine nachhaltige Qualifizierung der von der Elektromobilität betroffenen Akteure ist. Die notwendigen Grundlagen hierfür wurden u. a. im Rahmen des Schaufensterprojektes „ZieLE“ entwickelt.

Weitere Informationen des HPI zum Thema Elektromobilität:

Schaufensterprojekt ZieLE

Klemmt, M./ Welzbacher, C.: Notwendigkeit und Beispiele für Qualifizierungsmaßnahmen in ausgewählten Gewerken mit besonderem Fokus auf die Elektromobilität. In: Buschfeld, D. / Rehbold, R. R. (Hrsg.): Die Energiewende – Chancen Risiken und Handlungsbedarfe im Handwerk. Ein Handbuch mit Handlungsempfehlungen für Betriebe und Handwerksorganisationen. Aus der Reihe: Arbeitshefte zur berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung. Heft A 28. Köln 2016, S. 149 - 168 [PDF 1,3Mb]

Ansprechpartner:

Manfred Wiemer
Tel.: 05 11/7 01 55-36
E-Mail: wiemer@hpi-hannover.de