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Erste Einblicke aus dem Technologiescreeings im Projekt HeldinEn

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Welche Technologien treiben das Klimahandwerk voran? Einblicke aus dem Technologiescreening des HPI im Projekt HeldinEn.


Im Projekt „Held:innen der Energiewende“ (HeldinEn) arbeitet die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim gemeinsam mit dem Forschungs- und Bildungszentrum Handwerk (FBH) an den Herausforderungen der Fachkräftesicherung im Klimahandwerk und der Umsetzung der Energiewende in der Region.

 

Ziel des Projekts ist es, langfristig und nachhaltig Fachkräfte für klimarelevante Berufe zu gewinnen, zu qualifizieren und zu binden. HeldinEn verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: von der frühzeitigen Berufsorientierung über praxisnahe Qualifizierungsangebote bis hin zu Beratungs- und Weiterbildungsstrukturen für Betriebe.

 

Im Rahmen des Projekts übernimmt das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) einen Unterauftrag zur systematischen Identifikation und Einordnung klimarelevanter Technologien im Handwerk. Im Mittelpunkt steht ein strukturiertes Technologiescreening, das Entwicklungen aus Fachliteratur, Studien und Praxisprojekten zusammenführt und hinsichtlich ihrer Relevanz sowie Umsetzbarkeit für ausgewählte Gewerke analysiert.

 

Auf dieser Grundlage wurden Expert:innen aus Praxis, Transfer und angewandter Forschung in moderierten Workshops eingebunden. Ziel war es, die recherchierten Technologien fachlich zu spiegeln und praxisnah einzuordnen.

 

Erste Einblicke zeigen: Zentrale Energietechnologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik, Speicherlösungen und Ladeinfrastruktur werden im Handwerk als hoch relevant eingeschätzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass ihre erfolgreiche Umsetzung weniger an der technischen Machbarkeit scheitert, sondern maßgeblich von organisatorischen, regulatorischen und qualifikatorischen Rahmenbedingungen abhängt – etwa Genehmigungsprozessen, Schnittstellen zwischen Gewerken oder spezifischen Fachqualifikationen.

 

Im Ausbau-Bereich rücken vor allem materialbezogene Innovationen, ressourcenschonende Verfahren sowie ökologische Oberflächen- und Dämmsysteme in den Fokus. Hier zeigt sich besonders deutlich, dass wirtschaftliche Tragfähigkeit, praktische Handhabbarkeit und betriebliche Routinen zentrale Entscheidungsfaktoren sind.

 

Die bisherigen Rückmeldungen verdeutlichen damit: Klimarelevante Technologien sind im Handwerk angekommen. Ihre Wirkung entfalten sie jedoch erst im Zusammenspiel mit betrieblichen Strukturen, Qualifikationen und stabilen Rahmenbedingungen.

 

Weitere Informationen zu dem Projekt: https://www.heldinen.de/



 
 
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