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Handwerk im Wandel: Beschäftigte bei Digitalisierung und KI mitnehmen

  • vor 6 Tagen
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Aktualisiert: vor 1 Tag

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern das Handwerk längst – in Werkstatt, Büro, Baustellenorganisation und Kundenkommunikation. Wie diese Entwicklung aus Sicht der Beschäftigten gestaltet werden kann, stand im Mittelpunkt der Tagung der Arbeitnehmervizepräsidentinnen und -vizepräsidenten der Handwerkskammern aus Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen am 5. und 6. Juni 2026 in Braunschweig.


Unter dem Titel „Handwerk im Wandel – mitdenken, mitreden, mitgestalten“ ging es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um konkrete Fragen aus dem Arbeitsalltag: Wo erleichtern digitale Werkzeuge die Arbeit? Wo entsteht zusätzlicher Druck? Und welche Rolle übernehmen Arbeitnehmervertretungen, wenn neue Systeme eingeführt werden? Die Zusammenarbeit zwischen dem Beauftragten für Innovation und Technologie der Handwerkskammer, Udo Kaethner, den teilnehmenden Arbeitnehmervizepräsidentinnen und -vizepräsidenten sowie den Expertinnen und Experten aus dem DAISEC führte zu einem umfassenden Bild der Digitalisierung mit KI.


Die Teilnehmenden ordneten praxisnah ein, was Digitalisierung bedeutet, wo bereits KI im Hintergrund arbeitet und welche Chancen sich etwa bei Arbeitsplanung, Dokumentation, Übersetzung oder einfachen Textaufgaben ergeben. Gleichzeitig wurde deutlich: KI kann unterstützen, aber keine Verantwortung übernehmen und keine berufliche Erfahrung ersetzen.


Ein besonderer Schwerpunkt war das World-Café am zweiten Tag. In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden, wo Digitalisierung und KI heute schon spürbar sind, wo Entlastung entsteht und wo Überforderung droht. Ebenso ging es um Chancen für Beschäftigte sowie um Sorgen mit Blick auf die weitere Entwicklung. Die Ergebnisse wurden sichtbar festgehalten und im Plenum vorgestellt – bewusst ohne Bewertung in „richtig“ oder „falsch“, sondern als Grundlage für weiteren Austausch.


Abgerundet wurde die Tagung durch den Blick auf Datenschutz und Mitbestimmung. Im Fokus standen Fragen aus der Praxis: Welche Daten dürfen erfasst werden? Was müssen Beschäftigte wissen? Und wie können Arbeitnehmervertretungen Transparenz einfordern und frühzeitig beteiligt werden?


Die Tagung machte deutlich: Der digitale Wandel im Handwerk gelingt nur, wenn Beschäftigte nicht nur betroffen sind, sondern aktiv mitdenken, mitreden und mitgestalten.


Abb.: Teilnehmende
Abb.: Teilnehmende

 

 
 
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