Neue Impulse für Digitalisierungsberatung im Handwerk
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Strategische Digitalisierungsbegleitung entsteht dort, wo Beratungskompetenz, organisationale Zusammenarbeit und Förderung ineinandergreifen.
Wie können die Beratungsstellen für Innovation und Technologie (BIT und DIGI-BIT) Handwerksbetriebe noch wirksamer bei Digitalisierung und Innovation unterstützen? Dieser Frage ging das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig im Projekt „HaMiZu – Handwerk mit Zukunft“ nach. Im Beitrag „Neue Impulse für digitale Innovationen und Beratungsnetzwerke der Handwerksorganisation“ zeigen Silke Thiem (HPI), Hermann Berger und Susanne Robra-Bissantz (beide TU Braunschweig), wie Beratungsrollen, organisationale Strukturen und Förderbedingungen weiterentwickelt werden können.
Im Mittelpunkt steht nicht allein die Weiterentwicklung einzelner Beratungsrollen. Der Beitrag betrachtet die BIT und DIGI-BIT vielmehr als zentrale Akteure eines Service-Ökosystems, in dem Handwerksbetriebe, Handwerksorganisationen, Wissens- und Technologiepartner, Förderinstitutionen und politische Rahmenbedingungen zusammenwirken. Dabei werden die Perspektiven des Fractional CIO, des Change Agents und der Service-Dominant Logic mit Erfahrungen aus der Beratungspraxis verbunden.
Grundlage der Untersuchung ist ein partizipativer Forschungs- und Gestaltungsprozess mit Beratenden aus dem BIT-Netzwerk. Das daraus entwickelte Service-Ökosystem macht sichtbar, dass die Wirksamkeit der Beratung nicht allein von der Kompetenz und dem Engagement einzelner Beratender abhängt. Vertrauen, persönliche Begleitung und fachliches Wissen entfalten ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit klaren Zuständigkeiten, funktionierenden Netzwerken, geeigneten Infrastrukturen und passenden Förderbedingungen.
Aus den Ergebnissen leiten die Autor:innen Gestaltungsansätze auf drei Ebenen ab:
Stärkung der fachlichen, strategischen, methodischen und kommunikativen Kompetenzen der Beratenden
Weiterentwicklung organisationaler Strukturen, digitaler Infrastrukturen und überregionaler Zusammenarbeit
Niedrigschwellige und flexible Förderstrukturen, die nicht nur einzelne Investitionen, sondern auch die kontinuierliche Begleitung von Transformationsprozessen ermöglichen
Der Beitrag ist im Sammelband „Digitale Serviceinnovationen, Band 2: Plattformen, Geschäftsmodelle, Nachhaltigkeit“, herausgegeben von Manfred Bruhn und Karsten Hadwich, in der Reihe „Forum Dienstleistungsmanagement“ erschienen.
Zum vollständigen Beitrag:
Ansprechperson
Silke Thiem
Tel.: +49 (0)511 70155-56
