RAG-Schablone für das Handwerk
- 16. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 21 Stunden
Mit KI Wissen sichern und praxisnah nutzbar machen
Mit einer neu entwickelten RAG-Schablone stellt das HPI im Rahmen des EDIH-DAISEC dem Handwerk ein praxisnahes Konzept bereit, um eigene KI-Chatbots auf Basis geprüfter Dokumente aufzubauen. RAG steht für „Retrieval-Augmented Generation“: Der Chatbot greift nicht frei auf beliebige Internetquellen zurück, sondern beantwortet Fragen anhand einer definierten Wissensbasis – etwa Regelwerke, Schulungsunterlagen, technische Informationen oder Beratungsdokumente.
Die Schablone umfasst die technische Grundstruktur, den Aufbau einer kuratierten Dokumentenbasis, Rollen für Pflege und Freigabe sowie Empfehlungen zu Datenschutz und Sicherheit. Damit können Handwerksorganisationen und -betriebe eigene Wissensdomänen strukturieren und Mitgliedsbetrieben, Lehrenden, Auszubildenden, Beratenden oder Beschäftigte verlässliche Informationen zugänglich machen.
Das Interesse aus der Praxis ist bereits deutlich: Fünf Organisationen haben signalisiert, die RAG-Schablone für eigene Anwendungsfälle prüfen oder einsetzen zu wollen. Ziel ist es, KI nicht als abstrakte Technologie, sondern als konkretes Werkzeug für Wissensmanagement, Beratung und Qualifizierung im Handwerk nutzbar zu machen.
Die nächsten Schritte sind Pilotierungen mit interessierten Partnerorganisationen, Feedbackrunden und das Feintuning des Konzeptes. Das HPI befördert Entwicklungen, in Zusammenarbeit mit den KI-Experten des Forschungszentrums L3S und den Handwerksexperten des Mittelstand Digital Netzwerks, das Angebot an KI-Schablonen zu erweitern.
Ansprechperson:
Walter Pirk
Tel.: +49 (0)511 70155-19
