

BAUGUTACHTEN
Bauliche Maßnahmen und deren investive Förderung lassen sich in die Bereiche Neubau, Teilneubau und Modernisierung aufteilen.
Wird eine bauliche Maßnahmen angezeigt so beginnt vor einer konkreten Planung eine vertiefende Bedarfsanalyse. Deren Ergebnis ist ein Raumprogramm (IRP), dass die Anzahl und Größe von erforderlichen Werkstätten, Theorieräumen, Lagern, Mensagrößen und ggf. Internatsplätzen ermittelt. Aufgabe des Baugutachtens ist die Bewertung der baulichen Planung entsprechend der Vorgaben des Raumprogramms, der Eignung für den praktischen Schulungsbetrieb unter funktionellen und didaktischen Aspekten und der Einhaltung fördertechnischer Anforderungen der Zuwendungsgeber (gemeinsame Förderrichtline BAFA und BIBB) und gültiger Bauvorschriften unter der Maßgabe der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Neben geplanten Neubauten die erforderlich werden, da der Bestand nicht mehr wirtschaftlich zu modernisieren ist, sind anstehende Modernisierungen und Umstrukturierungen häufig der Anlass für einen Förderantrag. Der Antragsteller kündigt sein Vorhaben beim Fördermittelgeber meist aus einem konkreten Mangel heraus an, um diesen zu beheben (Erfüllung von Brandschutzvorschriften, Behebung von Bauschäden und energetischen Maßnahmen, Anpassung an veränderte Schulungsprogramme, ...). Um den offenkundigen Mangel im Gesamtzusammenhang zu sehen und weitere zu erwartende Modernisierungen systematisch einzuordnen, wird ein sogenannter Modernisierungsrahmenplan vom Antragsteller eingefordert. Hierin werden, unter Berücksichtigung des Gesamtzustandes eines Gebäudes mit Modernisierungen der nahen Vergangenheit und den zu erwartenden Modernisierungen der nächsten Jahre mit Zeitablauf und erwarteten Kosten dargestellt.
Bei jedweder Art von baulichen Maßnahmen wird die Umsetzung im Zusammenhang mit den geplanten Schulungsmaßnahmen mit einer baulichen Stellungnahme begutachtet.
Im Zusammenhang mit der Planung von baulichen Investitionen in Gebäudemodernisierungen ergeben sich i.d.R. mehrere Varianten für die Realisierung von Umstrukturierungen über Teilneubauten bis hin zum alternativen Neubau oder sogar Standortkonzentrationen bzw. -verlagerungen.